Die wichtigsten Notfallsysteme von iPhone und Android im ÜberblickNeutralität mutual geprüft

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Die Notfallfunktionen Ihres Smartphones können im Ernstfall Leben retten – besonders für Senioren, die allein leben oder gesundheitlich eingeschränkt sind. Wenn Sie diese Funktionen einmal richtig einrichten, genügt im Notfall oft ein einziger Knopfdruck, um Hilfe zu holen.

Warum Notfallfunktionen für Senioren wichtig sind

Für viele ältere Menschen ist das Smartphone längst mehr als ein Kommunikationsgerät. Es ist ein persönlicher Sicherheitsanker. Moderne Geräte können Stürze erkennen, automatisch Notrufe absetzen und Angehörige mit Standortinformationen versorgen.

Diese Funktionen sind vor allem sinnvoll für Senioren, die alleine leben und im Allag keine ständige Betreuung haben. Aber auch Menschen mit Sturzrisiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Orientierungsproblemen können besonders profitieren.

Gerade weil in einer Stresssituation jede Sekunde zählt, sollte die Bedienung so einfach wie möglich sein – idealerweise ohne langes Entsperren oder Suchen nach Apps.

Smartphone Notfallsysteme für Rentner

iPhone: Notruf SOS, Notfallpass und Sturzerkennung

In diesem Abschnitt stellen wir die wichtigsten iPhone-Funktionen für Notfälle vor.

Bei der „Notruf SOS“-Funktion kann durch mehrmaliges Drücken der Seitentaste oder Ziehen eines Schiebereglers automatisch der Notruf gewählt werden. Hierbei wird auch der Standort an die Leitstelle übermittelt.

Mit dem Notfallpass in der Health App können Sie Krankheiten, Medikamente, Allergien und Notfallkontakte hinterlegen; Rettungskräfte können diese Informationen vom Sperrbildschirm aus einsehen, ohne den Code zu benötigen.

Besonders hilfreich für Senioren:
– Notfallkontakte: Hinterlegte Kontakte werden nach einem Notruf automatisch per SMS über den Vorfall und den aktuellen Standort informiert.
– Unfallerkennung: Neuere iPhone Modelle können schwere Autounfälle erkennen und automatisch den Rettungsdienst anrufen, falls keine Reaktion erfolgt.

Sollten Sie eine Apple Watch besitzen, kommt außerdem die Sturzerkennung hinzu. Mit dieser erkennt die Uhr einen schweren Sturz. Wenn der Träger nicht reagiert, wird automatisch der Notruf gewählt und Notfallkontakte informiert. Gerade bei Stürzen in der Wohnung, die oft unbemerkt bleiben, kann dies entscheidend sein.

Android: Notfallinformationen, SOS-Funktionen und Herstellerlösungen

Auch Android-Smartphones bieten umfangreiche Notfallfunktionen. Diese können je nach Hersteller allerdings unterschiedlich benannt sein.

Typische Funktionen unter Android sind z.B. die Notfallinformationen auf dem Sperrbildschirm. Hier können Sie medizinische Daten (z. B. Diabetes, Blutverdünner) und Notfallkontakte hinterlegen, die Helfer dann auch ohne Entsperrcode einsehen dürfen.

Natürlich haben auch Android-Geräte SOS-Dienste. Bei Geräten der Samsung Galaxy oder Google Pixel Reihe werden diese z.B. als Notruf-SOS / Notfall-SOS bezeichnet. Auf den meisten Geräten lässt sich durch mehrmaliges Drücken der Seitentaste automatisch ein Notruf auslösen, oft mit Standortübermittlung.

Für Senioren sind vor allem folgende Punkte relevant:
– Einfache Auslösung über eine Taste, ohne lange Menüs
– Gut sichtbare Anzeige von medizinischen Informationen auf dem Sperrbildschirm
– Automatische Benachrichtigung von Angehörigen mit Standort, damit Hilfe schnell organisiert werden kann

automatischer Notruf durch Smartphone

Ergänzende Hilfsmittel: Seniorenhandys, SOS-Apps und Wearables

Neben den integrierten Funktionen von iPhone und Android gibt es zusätzliche Hilfsmittel, welche die Sicherheit deutlich erhöhen können.

Wer sich nicht mit den Tücken von Smartphones herumschlagen möchte, kann auch auf ein klassiches Seniorenhandy zurückgreifen. Viele von diesen besitzen auf der Rückseite einen gut tastbaren roten Notrufknopf, der bei Druck automatisch eine Notrufzentrale oder gespeicherte Rufnummern anwählt. Die großen Tasten, laute Klingeltöne und einfache Menüs erleichtern die Bedienung außerdem auch bei Seh- oder Hörproblemen.

Wer mit seinem Smartphone auf Nummer sicher gehen möchte kann auch auf spezialisierte SOS-Apps zurückgreifen. SOS-Apps wie GPS basierte Notruflösungen können per Knopfdruck oder automatischer Sturzerkennung Hilfe rufen und den Standort an Angehörige übermitteln. Einige Apps bieten noch zusätzliche Funktionen wie stillen Alarm, Termin-Erinnerungen mit Reaktionstest oder automatische Ortungsfreigabe bei Inaktivität.

Sie möchten die Funktionen Ihres Smartphones noch zusätzlich erweitern? In diesem Fall sind Smartwatches und Fitnessarmbänder eine gute Option. Auch hier gibt es Ausgaben speziell für Senioren. Viele moderne Senioren Smartwatches kombinieren den SOS Knopf mit Sturzerkennung und GPS-Ortung in einem Gerät, das bequem am Handgelenk getragen wird. Angehörige können bei Bedarf den Standort prüfen oder werden automatisch informiert, wenn ein festgelegter Bereich verlassen wird. Dieses sogenannte „Geo-Fencing“ kann vor allem bei Demenz-Patienten sehr hilfreich sein.

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Vielen Dank für die Bilder an Anna Shvets, Mikhail Nilov, Tima Miroshnichenko (©pexels.com).

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