Rheumatische Arthritis Gehhilfen und HilfsmittelNeutralität mutual geprüft

Rollator Rheumatische Arthritis

Sind Sie an der rheumatischen Arthritis erkrankt oder sind Sie Angehöriger eines Betroffenen? In diesem Artikel finden Sie zusammengefasst, welche medizinischen Behandlungen zur Verfügung stehen und welche Arthritis Gehhilfen und Hilfsmittel es gibt. Da diese Erkrankung nicht geheilt werden kann, kommt es darauf an, den Alltag so schmerzmindernd wie möglich zu gestalten.

Rheumatische Arthritis – was genau ist das?

Die rheumatoide Arthritis, so der medizinische Fachausdruck, ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem fehlgeleitet reagiert. Hat ein unbekannter Auslöser zu einer Entzündung des Bindegewebes geführt, bildet das Immunsystem Stoffe, die versehentlich auch die eigene Körpersubstanz angreifen. Dadurch wird die Entzündungsreaktion aufrecht erhalten. Es kommt zu Wucherungen des Bindegewebes, die wiederum den Gelenkknorpel schädigen. Unter der Haut sind diese als Rheumaknoten spürbar. Sind mehrere Gelenke betroffen, wird auch von einer Polyarthritis gesprochen. Und leider sind davon nicht ausschließlich die Gelenke betroffen, auch die Organe können dem ausgesetzt sein. Etwa 0,5 % bis 0,8 % der Bevölkerung entwickelt diese Krankheit, die meisten ab einem Alter ab 40 Jahre. Frauen müssen 3-mal häufiger als Männer damit zurechtkommen.

Wie kann rheumatische Arthritis gelindert werden?

Es gibt zwei Wege, um die Erkrankung pharmakologisch zu behandeln. Beide sollen dafür sorgen, dass die Funktion der betroffenen Gelenke möglichst lange erhalten bleibt. Und beide zielen darauf ab, die entzündlichen Prozesse zu hemmen, wobei die krankheitsmodifizierende Behandlung der Arthritis speziell darauf abgestimmt ist, die Entzündungsreaktionen einzuhegen oder gar komplett zu stoppen. Leider zeigen diese Basismedikamente (DMARDs; Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) ihre Wirkung erst nach ein bis vier Monaten. Ein weiteres, generelles Problem ist, dass nicht alle Menschen auf die gegebenen Mittel gleich reagieren. Es stehen zwar fünf Präparate mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Verfügung, aber diese haben auch unterschiedliche Nebenwirkungen. Und die reichen von Magenverstimmungen über Durchfall bis Haarausfall. Es kann also durchaus für die Betroffenen eine Zeit lang dauern, bis das wirksamste Medikament gegen die Arthritis gefunden ist.

Klassische Symptome für rheumatische Arthritis finden Sie hier:

rheuma symptome

Zudem können sogenannte Biologika gegeben werden. Dabei handelt es sich aber nicht um pflanzliche Wirkstoffe, sondern um Medikamente, die aus biologischen Substanzen hergestellt werden. Darunter zählen Zellbestandeile, Proteine oder genetisch veränderte Organismen. Zum Verständnis: typische arzneiliche Biologika sind Impfstoffe, aber auch das Hormon Insulin für Diabetiker. Da die rheumatische Arthritis eine Autoimmunerkrankung ist, lassen sich über diese Methode Antikörper und bestimmte Entzündungshemmer herstellen. Diese können vor allem dann angewendet werden, wenn die Basistherapeutika nicht vertragen werden. Allerdings müssen Biologika gespritzt oder über Infusionen verabreicht werden. Im Hausgebrauch lassen sich einige dieser Mittel unkompliziert unter die Haut spritzen. Im besten Fall ist die Wirkung umfassend; Biologika können die Schmerzen, die Schwellungen und die Morgensteifigkeit lindern und helfen zudem bei Abgeschlagenheit. Frei von Nebenwirkungen sind diese Immunsuppressiva jedoch auch nicht. Es kann an den Einstichstellen zu Hautausschlägen, Juckreiz und Schmerzen kommen und auch zu Infektionen. Die besten Ergebnisse wurden in Studien mit einer Kombination aus den biologischen Medikamenten und den Basistherapeutika erzielt.

Der zweite Weg der Behandlung der rheumatoiden Arthritis ist die symptomatische Therapie. Diese ist darauf ausgelegt, die Begleiterscheinungen der Krankheit, die Schmerzen, in den Griff zu bekommen und gleichmit die Entzündungen zu mildern. Geeignet sind dafür Paracetamol und auch Kortison.

Rheumatische Arthritis Gehhilfen und Hilfsmittel: wie können sie helfen?

Neben der medizinisch-pharmakologischen Basistherapie gibt es auch einige Hilfsmittel, auf die Sie zurückgreifen können, um die Folgen der Arthritis abzumildern. Besonders wichtig ist es bei der Erkrankung, in Bewegung zu bleiben und beispielsweise Seniorengymnastik zu betreiben. Auch diverse Gehhilfen wie ein Gehstock, ein Gehbock oder einRollator können helfen, trotz des Rheumas mobil zu bleiben und sich sicher fortzubewegen. Diese Arthritis Gehstützen helfen bei Rheuma-Erkrankungen, da sie mit Armschalen ausgestattet sind, welche Unterarmgehstützen besitzen und so die Fortbewegung erleichtern. Hochwertige Modelle gibt es von Herstellern wie Rebotec, Drive Medical oder Ossenberg.

Weitere Arthritis Hilfsmittel sind Schuheinlagen oder spezielle orthopädische Schuhe, welche dabei helfen, die Fußgelenke zu entlasten. Aber es gibt auch Bestecke mit besonderen Griffen aus Gummi und Schaumstoff, die sich leichter halten lassen, so zum Beispiel abgewinkelte Messer, die das Schneiden erleichtern. Es gibt Trinkgefäße und Halter für Becher und Gläser, sowie Anziehhilfen, Knöpfhilfen und Wandgestelle, die beim Ankleiden helfen. Außerdem finden sich Duschhocker, Badewannenlifte, Kämme, Bürsten und Badeschwämme mit langen Griffen. Für den Schreibtischstuhl gibt es Keilkissen, die die Wirbelsäule entlasten und spezielle Tastaturen und Schreibhilfen für die Bildschirmarbeit.

Die besten Senioren Hilfsmittel im Haushalt und Alltagshilfen

Welche Arthritis Gehhilfen sind empfehlenswert?

Da den Auswirkungen der rheumatischen Arthritis mit viel Bewegung beizukommen ist, sollte Mobilität der treibende Faktor sein. Und hierfür eignet sich der Einsatz von Arthritis Gehhilfen. Sie erlauben Beweglichkeit in den eingenen vier Wänden als auch auf der Straße.

Arthritis Rollator Drive Medical Cristallo

Nummer eins ist der Arthritis Rollator Drive Medical Cristallo. Was ihn für Arthritis-Betroffene interessant macht, sind seine verstellbaren und gepolsterten Unterarmauflagen, welche die Gelenke schonen. Sollte unterwegs ein Stopp nötig sein, verfügt diese Gehilfe auch über einen Sitz. Eine automatische Verriegelung gegen Zusammenklappen ist integriert. Außerdem ist es möglich, die Arthritis Gehhilfe für den Transport unkompliziert zusammenzufalten. Korb, Tablett und Gehstockhalter sind mit enthalten und er hält einer Belastung von 120 kg stand. Mit einem Eigengewicht von 12,3 kg steht und rollt er stabil auf jedem gewöhnlichen Untergrund.


 

arthritis gehhilfe

Nummer zwei ist der FabaCare Arthritis Rollator. Dieser ist etwas gewiefter in der Konstruktion. Da man ihn längst falten kann, ist er beim Transport sehr platzsparend. Zudem ist er in Leichtbauweise aus Aluminium hergestellt, was ihm ein Eigengewicht von 9,6 kg verschafft. Ansonsten verfügt er ebenso über gepolsterte Unterarm-Auflagen und Bremshebel, welche in Tiefe, Winkel und Höhe einstellbar sind. Insgesamt ist er ist mit 150 kg belastbar. Zudem verfügt diese Arthritis Gehhilfe über eine Transportsicherung, eine abnehmbare Einkaufstausche und Sicherheitsreflektoren.

Welche Arthritis Gehstützen sind sinnvoll?

Sind Rollatoren noch nicht nötig, dann sind andere Arthritis Gehilfen sicher die bessere Wahl. Sie unterstützen zwar bei Bewegung, aber verringern die natürliche Belastung der Gelenke nicht allzu sehr. Wie wir bereits wissen ist es bei der rheumatischen Arthritis wichtig so lange wie möglich aktiv zu bleiben. Stillstand führt auch hier zu einer schnelleren Verschlechterung der Symptome.

Arthritis Gehstütze

Nummer eins ist die Arthritis Gehstütze bis 100 kg Ossenberg Blau. Sie ist bis auf 117 cm in der Höhe verstellbar. Der Unterarm kann auf der gepolsterten Unterarmauflage mit einem Klettverschluss fixiert werden. Dadurch gibt es kein Verrutschen und das Gelenk wird beim Gehen entlastet. Selbstverständlich ist auch der Handgriff individuell einstellbar. Mit einem Gewicht von 0,69 kg ist die Gehilfe gut handhabbar. Zudem kann die Arthritis Gehstütze mit 100 kg belastet werden.


 

Arthritis Gehstütze
Nummer zwei ist die Arthritis Gehstütze Ossenberg Silber. Die Gehhilfe verfügt ebenso über eine gepolsterte Unterarmauflage und einen Klettverschluss zum Schutz der Gelenke. Im Gegensatz zu Nummer eins ist hier jedoch der Handgriff in der Länge und im Winkel zur Armschale zusätzlich rotierend einstellbar. Maximal belastbar ist die Arthritis Gehstütze mit 140 kg, bei einem Eigengewicht von 0,66 kg. In der Höhe lässt sie sich bis auf 118 cm individuell anpassen. Damit ist sie der Nummer eins etwas überlegen.

Weitere nützliche Arthritis Hilfsmittel

Arthritis Einlegesohlen Pedisan
Neben Arthritis Gehhilfen gibt es weitere Hilfsmittel, welche den Schmerz lindern und im Alltag unterstützen. Die Pedisan Arthritis Einlegesohlen sind da zu erwähnen. Sie passen in jeden Schuh und dämpfen die Belastung bei jedem Schritt ab. Das schont die Gelenke bei einer rheumatischen Arthritis und lindert damit ebenso den Schmerz.


 

Kompressionshandschuhe rheumatische Arthritis
Ebenso schmerzlindernd sind die Arthritis-Kompressionshandschuhe von Dr. Arthritis. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um ein Arthritis Hilfsmittel, das speziell für die rheumatische Arthritis entwickelt wurde. Die Kompressions-Handschuhe aus Baumwolle fördern die Durchblutung, mindern Entzündungen und lindern Schmerzen. Außerdem bieten diese eine erweiterte Kompression der Finger, sodass alle Gelenke der Hand umschlossen werden und Sie ungehindert zugreifen und anfassen können.


 

Sprunggelenksbandage rheumatische Arthtitis
Bei akuten Problemen wie Gelenkergüssen und Schwellungen der Fußgelenke helfen auch Sprunggelenkbandagen. Durch ihre Kompression bewirken sie eine Wechseldruckmassage in den betroffenen Bereichen; das fördert die Durchblutung und verringert die Schwellung und damit den Schmerz.


 

Können Arthritis Gehhilfen von der Krankenkasse übernommen werden?

Haben Sie einen ärztliche Diagnose für rheumatische Arthritis und eine Pflegegrad beantragt und bewilligt bekommen, so stehen die Chancen gut, dass die Krankenkasse bzw. die Pflegekasse Kosten für Rheuma Hilfsmittel übernimmt. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse und schauen Sie ins Hilfmittelverzeichnis, ob Ihre Gehstütze mit dabei ist. So übernimmt die Krankenkasse Hilfsmittel und Gehhilfen.

Fazit
Wie für die anderen Autoimmunerkrankungen gilt auch bei der rheumatischen Arthritis: wenn sie erst ein Mal ausgebrochen ist, so kann sie nur noch behandelt werden, aber nicht geheilt. Jedoch können sich die Symptome von alleine abmildern oder gar völlig verschwinden. Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft eine medizinische Behandlung. Dabei greifen Medikamente entweder in den Wirkmechanismus der Krankheit ein oder mildern pharmakologisch die Symptome ab. Aber auch als Betroffener hilft es trotz der Schmerzen so gut es geht in Bewegung zu bleiben. Und dafür gibt es zur Unterstützung vielerlei Arthritis Gehhilfen und Arthritis Hilfsmittel, die die alltäglichen Verrichtungen erträglicher machen können.

Bildquellen: Vielen Dank an Manfred Antranias Zimmer ©pixabay.com

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